Rückblick


2011

10.11.11 - Bildungsapéro an der Kantonsschule KZO
26.09.11 - Macht Musik schlau? Vortrag von Prof. Dr. Lutz Jäncke
24.05.11 - Schule im Grund Wetzikon
17.03.11 - Stadt- und Regionalbibliothek Wetzikon
01.02.11 - Gemütliches Miteinander

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Bildungsapéro an der Kantonsschule KZO

Am 10. November hatte Martin Zimmermann, Schulleiter der KZO, zum ersten Bildungsapéro des laufenden Schuljahres eingeladen. Thema des Apéros sollten die Aufnahmeprüfungen für Gymnasien sein, die seit mehreren Jahren kantonal einheitlich an den Schulen durchgeführt werden und im Moment in einem Revisionsverfahren sind. Zuvor hatte jedes Gymnasium seine eigenen Aufnahmekriterien geltend machen können. Seit der zentral gesteuerten, vereinheitlichten Form sehen sich die Gymnasien jedoch mit schwer zu kalkulierbaren Schülerzahlen konfrontiert. Denn je nach Abschneiden der Aspiranten im Vergleich zum kantonalen Schnitt werden die jeweiligen Gymnasien mit mehr oder weniger Schülern konfrontiert. So sind die Schülerzahlen beispielsweise an der Kantonsschule Wetzikon in den letzten Jahren deutlich gestiegen und haben somit den Schulhauskomplex an seine Kapazitätsgrenze geführt.

Die eigentlich für den Apéro vorgesehene Vorstellung der konkreten Änderungen im Aufnahmeverfahren konnte Martin Zimmermann letztlich nur andeutungsweise vorstellen, da diese entgegen der Erwartung von der Bildungsdirektion noch nicht angenommen und beschlossen wurden. Da er Mitglied der Erarbeitungskommission war, konnte er dennoch die einzelnen Standpunkte aufzeigen, die in die Bearbeitung mit eingeflossen sind. Die anwesenden neun Mitglieder der ig bildung folgten interessiert und nachfragend seinen spannenden Erläuterungen. Zum anschliessenden reichhaltigen Apéro musste sich Martin schon frühzeitig verabschieden, da er Gastgeber für die anschliessende Podiumsdiskussion zum Thema «Was soll das Gymnasium heute bieten?»

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Macht Musik schlau? Vortrag von Prof. Dr. Lutz Jäncke am 26. September 2011

Das erste Impulsreferat der ig bildung wetzikon darf als Erfolg verbucht werden. Über 90 Bildungsinteressierte hingen während rund zwei Stunden an den Lippen von Prof. Dr. Jäncke, dem bekannten Professor für Neuropsychologie der Uni Zürich. Auch bei der anschliessenden Frage- und Diskussionsrunde zeigte sich das grosse Interesse der Zuhörerschaft an den zahlreichen Fragen.

Die Anspannung war gross. Wie viele Teilnehmer würden am ersten Impulsreferat der ig bildung wetzikon teilnehmen? Trotz Inseraten in den lokalen Medien und der aktiven Flyerverteilung durch die Mitglieder des Vereins liess sich kaum abschätzen, ob die Aula der Kantonsschule Zürcher Oberland ganz gefüllt würde oder nur ein Dutzend Interessierte kommen würden. Erschwerend kam dazu, dass zeitgleich die Gemeindeversammlung der Stadt Wetzikon stattfand. An dieser nahmen aufgrund eines polarisierenden Antrags zahlreiche Gemeindebürger teil – zu Lasten des Impulsreferates.

Doch um 19.55 Uhr füllte sich die Aula! 93 Teilnehmer wurden schlussendlich gezählt, was als grosser Erfolg gezählt werden darf. Und das Kommen hatte sich gelohnt. Professor Jäncke startete sein Referat mit der Frage, mit welcher Motivation der Mensch überhaupt Musik mache. Angefangen habe dies schon in der Urzeit, als die Musik als nonverbales Kommunikationsinstrument galt. Tierknochen dienten damals als Flöten.
Die Präferenz für Musik sei dabei nicht angeboren, sondern werde in den ersten paar Lebensjahren angeeignet. Wer mit einer bestimmten Musikrichtung aufwächst, mag diese später besonders gerne. Dies konnte anhand von Experimenten mit Babys nachgewiesen werden.

Experimente sind ohnehin eine wichtige Quelle für die Thesen von Prof. Jäncke: Zu praktisch jeder Aussage hatte er eine passende Statistik oder grafische Auswertung parat.

Interessant ist die These, dass das Musikgenie nicht angeboren sei, sondern der Spezialist durchs viele Üben und der passenden Umgebung zum Meister werde…. Profimusiker verbringen sehr viel Zeit mit Üben, geben dies aber selten zu. Durch die zahlreichen Übungsstunden erfolge eine strukturelle Veränderung der Hirnanatomie, was das Spielen enorm begünstigt.
Musik regt auch das Lustzentrum an. Lässt man sich eine Stunde lang mit seiner Lieblingsmusik „durchpusten“, wird das Lustzentrum stimuliert und es wird Dopamin ausgeschüttet. In Krankheitsfällen lasse sich dank Berieselung mit seiner Lieblingsmusik eine raschere Genesung erzielen.

Im Alter führe das aktive Musizieren weiter auch zu einem viel tieferen Demenzrisiko, wohingegen Kreuzworträtsel-Lösen praktisch keinen positiven Effekt auslöse. Deshalb sieht Professor Jäncke ein grosses Potential mit dem Nischenangebot „Musikschulen für Alte“. Thomas Ineichen, Leiter der Musikschule Zürcher Oberland, antwortete darauf prompt, dass sie tatsächlich dieser Idee bereits nachgehen.

Viele weitere Bonmots und denkwürdige Thesen folgten. Das Fazit war nicht wenig überraschend, dass Musik Spass mache. Musik sei eine der schönsten Errungenschaften unserer kulturellen Entwicklung.

Die Vorfreude auf das nächste Impulsreferat ist nach diesem gelungenen Anlass entsprechend gross. Frau Professor Doktor Margrit Stamm wird am Dienstag, 24. Januar 2012 mit ihrem Referat bestimmt wieder zahlreiche Bildungsinteressierte begeistern.

Christian Ribeiro
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Bildungsapéro der «Schule Im Grund» vom 24. Mai 2011

Zum vierten Bildungsapéro dieses Geschäftsjahres hatte das Schulleiterteam Kathrin Schneebeli und Dieter Gubler der sonderpädagogischen Schule Im Grund eingeladen. Nach einer eindrücklichen Präsentation über Schülerklientel und schulisches Lernumfeld konnte die prachtvolle Schulvilla besichtigt werden.

Seit den Umsetzungsbestrebungen der Volksschulreformen ist die integrative Schulung zum Schlagwort in der Bildungspolitik geworden. Zwei gesellschaftliche Lager entstanden, eines pro Integration, eines pro Separation, beide im Sinne des Kindes, beide im Recht. Und verändert hat sich an der Schüleranzahl der sonder- und heilpädagogischen Schulen dennoch nichts. «Unsere Schülerinnen und Schüler sind den Anforderungen in den Regelklassen schlicht nicht gewachsen.» Es sind Kinder bis zur sechsten Klasse, die Entwicklungsverzögerungen haben und oder Lernauffälligkeiten und oder emotionale oder soziale Grenzerfahrungen machen, die ein Aufmerksamkeitsdefizit haben und oder deren Wahrnehmung eingeschränkt ist und das alles in unterschiedlichsten Ausprägungen und Kombinationen.

28 Kinder kann die Schule Im Grund betreuen, je 2 Klassen auf der Unter- und Mittelstufe. 15 Mitarbeitende, Lehrpersonen, Sprach-, Mal-, Bewegungstherapeuten, Kinderpsychiater, Köchin, Sozialpädagogen flankieren die pädagogische wie auch geistig-seelische Entwicklung der Kinder. Gemeinschaftsbildende Schulanlässe wie der gemeinsame Wochenstart, klassenübergreifende Schulprojekte haben ebenso ihren Platz wie die individuelle Betreuung der Schülerinnen und Schüler. «Unsere Pädagogik hat einen klaren erlebnisorientierten Schwerpunkt. Vor allem aber sorgen wir für eine Atmosphäre der Akzeptanz, der Geborgenheit und der menschlichen Wärme. Das bedeutet aber nicht, dass es bei uns keine Konfrontationen gäbe. Diese sind allein schon bei der Schulung der Eigenwahrnehmung unumgänglich.» Alle zwei Wochen findet eine Schülerbesprechung im gesamten Team statt, zwei Kinder, je eine Stunde, manchmal sind auch Eltern anwesend. Diese enge Begleitung der Kinder trägt Früchte: regelmässig können Schülerinnen und Schüler in die Primarschule reintegriert werden oder im Anschluss an die reguläre Oberstufe wechseln. Ist dies nicht möglich, so bieten diverse Anschlussmöglichkeiten die intensive, individuelle Betreuung auch im Bereich der Oberstufe respektive im heilpädagogischen Sektor an.

Der anschliessende Rundgang durch die geschichtsträchtigen Schulräume und der Apéro im idyllischen schuleigenen Garten verdeutlichten die Nestwärme, die hier die Schulkinder erfahren. Herzlichen Dank für diesen gewährten Einblick!

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Bildungsapéro vom 17. März 2011 in der Stadt- und Regionalbibliothek Wetzikon

Zum ersten Bildungsapéro in diesem Jahr hatte Bibliotheksleiterin Heidi Bühler von der Stadtbibliothek Wetzikon eingeladen. Acht Mitglieder waren der Einladung Mitte März gefolgt und konnten einige Impulse für ihre eigenen Bildungsstandorte mitnehmen.

Mit gleich mehreren Kurzgeschichten des bekannten und in seiner Schlauheit und philosophischer Tragweite an den europäischen Till Eulenspiegel erinnernden Nasreddin Hodscha begann Bibliotheksmitarbeiterin Isabella Sunke ihren Einblick in das Reich der Bücher. Und gleichzeitig führte sie damit vor, dass Bibliotheken heute mehr sind, als eine Bücherausleihstelle. Mit diversen Vorlese-Angeboten für Kinder ab einem Jahr über Projekte mit Primarschülern, hin zu Lesegruppen für Erwachsene oder Einführungen in die Welt der elektronischen Recherche – diese werden vor allem von Senioren genutzt - versteht sich die Bibliothek Wetzikon als Dienstleistende für die Bevölkerung und als öffentlichen Raum für soziale Begegnungen.

Heidi Bühler bekräftigte mit einigen wenigen Zahlenfakten dieses Dienstleistungsangebot: Über rund 30’000 Medien verfügt die Bibliothek, 24'000 Bücher, 6'000 sogenannte Non-Books, Medien wie DVDs, CDs, Lernmedien oder Spiele. 170'000 Medien wurden im Jahr 2010 ausgeliehen, 65% davon waren Bücher – was im Zeitalter der elektronischen Medien erstaunen und beruhigen mag. Erwähnenswert sind auch die vielen Kinderbücher in arabischer, französischer, albanischer, spanischer, englischer und türkischer Sprache. Als Regionalbibliothek ergänzt Wetzikon das Angebot vieler kleiner Gemeindebibliotheken und wird von rund 3000 Kunden regelmässig genutzt.

Ab 1. April wird die Regionalbibliothek ihre Öffnungszeiten erweitern und damit kundenfreundlicher werden: Dienstags bis freitags von 10-19 Uhr, samstags von 10-16 Uhr.

Beim anschliessenden Apéro ging Heidi Bühler auf diverse Fragen zur Vernetzung mit den Schulen ein und forderte auch zu einer engeren Verknüpfung und zum Aufbau und Nutzung von Synergien auf. Herzlichen Dank für den spannenden Einblick in die Welt der Medien und die vielen Anregungen für unsere Mitglieder!

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Gemütliches Miteinander vom 1. Februar 2011

Dabei sein mit Kopf, Herz und Hand…

Am vergangenen 1. Februar führten wir zum ersten Mal ein «gemütliches Miteinander» durch. Die Idee dazu war nach der letzten GV entstanden, an der einmal mehr engagierte Gespräche zwischen den Mitgliedern wegen noch zu behandelnden Traktanden unterbrochen werden mussten und auch die anschliessende Apérozeit zu knapp war.
Von unseren rund 36 Mitgliedern waren erfreulicherweise 16 – für alle Statistikfans, das sind umwerfende knappe 50% !!!- in Joe’s Bowling Center zusammengekommen. Während Einige überzeugende Professionalität im Umgang mit der Kugel zeigten, durften sich andere zumindest über Teilerfolge beim Umstossen der Kegel freuen. Als Metapher gedacht: Wir waren in unserem Können durchmischt wie eine durchschnittliche Schulklasse Und ganz nebenbei konnten wir beim Transfer zum Essraum zusätzlich die nicht unspannende Mechanik des Kegelaufstellens «spielerisch» kennenlernen.
Nach dem anschliessenden Spaghettiplausch stellte uns Vorstandsmitglied Christian Ribeiro eine Kommunikationsübersicht unseres Netzwerkes vor: an der GV war immer wieder das Bedürfnis nach mehr Publizität in der Bevölkerung genannt worden. Christian hatte nun eine Ist und Soll Analyse vorgenommen, die in einer angeregten Diskussion erläutert wurde.

Für unser diesjähriges 10 Jahr Jubiläum haben wir nun folgende Aktivitäten geplant:
  • Teilnahme am Stadtfest am 18. Juni.
  • Vorstellen unserer Mitglieder in der Wochenzeitung regio.ch.
  • Postkarte mit ig bildung wetzikon Logo und Webadresse.
  • Vortrag / Podium vor oder direkt nach den Herbstferien.
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